Neue Targeting-Möglichkeiten bei gesponserten Produkten

Amazon hat mit einem umfangreichen Update die Targeting-Möglichkeiten für gesponserte Produkte erheblich ausgebaut.
Im Wesentlichen ist es nun möglich, gezielt Anzeigen auf selbst ausgewählte Kategorien und/oder Produkte zu schalten (Kategorie, ASIN, Marken).

Zusätzlich kann dieses Targeting um weitere Filter wie Mindestpreis, Mindestbewertung und Marken weiter verfeinert werden.

Beispielsweise kann ein Verkäufer von Armbanduhren für Herren seine beworbenen Produkte nun ganz gezielt ohne Angabe von Keywords in der Kategorie „Uhren > Herren > Armbanduhren“ anzeigen lassen. Zusätzlich kann er über Filter definieren, dass die Anzeige nur bei bestimmten Produkten der Marken X und Y mit einer Mindestbewertung von 4 Sterne und einem Mindestpreis von 100 € angezeigt werden soll. Die Anzeige erscheint dabei nicht in den Suchergebnissen sondern auf den jeweiligen Produktdetailseiten.

Zusätzlich ist es über eine neue Funktion nun möglich, Produkte und Marken über eine negative Produktausrichtung von manuellen Targeting-Kampagnen ausschließen zu lassen.
Über neue Filtermöglichkeiten im Reporting ist es möglich, profitable Kategorien zu identifizieren und die Kampagne entsprechend anzupassen, was sich wiederum positiv auf den ACoS auswirkt.

Einige Neuerungen wurden auch bei den automatischen Kampagnen für gesponserte Produkte eingeführt. Es ist nunmehr möglich, automatische Kampagnen über vier Optionen zusätzlich einzugrenzen (Suchbegriffe mit genauer oder entfernter Übereinstimmung zu eigenen Suchbegriffen; Produktseiten mit Ergänzungen oder Ersatz für eigenes Produkt ). Leider stehen diese neuen Optionen bei den automatischen Kampagnen mit Stand Anfang Dezember 2018 noch nicht allen Werbetreibenden zur Verfügung, dürften aber in den nächsten Wochen weiter ausgerollt werden.

Für Werbetreibende ergeben sich durch dieses Update eine Menge neuer Möglichkeiten.
Speziell im so genannten „right angle Marketing“ kann dieses Update genutzt werden, um gesponserte Anzeigen für Produkte in Kategorien auszuspielen, welche auf den ersten Blick nicht relevante Zielgruppen waren.

Wir konnten in den letzten Wochen bereits umfangreiche Tests und Kampagnen durchführen, wobei die Ergebnisse abhängig von Kategorie, Filter usw. teils hervorragend waren, teils aber auch ohne Ergebnisse blieben.
Auf alle Fälle bedeutet dieses Update für Werbetreibende einige neue Möglichkeiten (Targeting auf eigene Marke, Konkurrenz, Produktideen, Right Angle Marketing usw.) und eine Menge zusätzlicher Arbeit, da viele Einstellungen und Analysen manuell durchgeführt werden müssen und sollten.

Diese neuen Funktionen stehen dabei den Marktplatz-Händlern und den Vendoren zur Verfügung. Für Vendoren sind einige Funktionen dabei nicht ganz neu, standen Sie doch bereits in ähnlicher Form mit den Product Display Ads (PDA) zur Verfügung.